Meist nähert man sich diesen Orten nur als Getriebener und findet kaum Muße sich den Männer- und Frauenbildern zu widmen, die uns auf das rechte Örtchen hinweisen.

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Es ist oft eine Kunst im urbanen Raum seine Geschäfte zu erledigen, denn jeder ist auch irgendwie Gefangener seiner Bedürfnisse. Und so wehren sich selbst einzelne Lokale gegen den erwarteten Massenansturm. Hat das verzweifelt suchende Auge endlich ein verheißungsvolles Zeichen erspäht – Rest Rooms – wird er auch schon wieder mit voller Gewalt frustriert – FOR CUSTOMERS ONLY.

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Ein klares Leitsystem gibt dem Besucher immer das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Ordnung beruhigt.

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Der Unterschied zwischen den Geschlechtern wird hier auf kindliche Schmuckelemente reduziert. Wer aus seiner geschechtlichen Zuordnung ausbrechen möchte, dem wird somit der Kopfstand als Ausweg angeboten.

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Aus der Ferne hält der Suchende das Bausstellenschild vielleicht nur für zufällig angelehnt. Kommt er näher, wird die Hoffnung jedoch jäh enttäuscht - CLOSED aus Kreide auf die Türen gemalt - klärt, daß diese nicht aufgehen werden.

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Hinter dem Busch, über dem Busch, mit einem imaginären Aufzug oder gar erst im nächsten Leben ?!

Eine Freude für jeden Klaustrophobiker. Werden sich die Türen je wieder öffnen? Eines verspricht der Schriftzug der vollautomatischen City Toiletten auf alle Fälle, ein akzeptables Inneres.

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Eine Art urbanes Versprechen, nutze die Zeit des Sitzens ....

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Toilette mit Gebrauchsanweisung, sogar in mehreren Sprachen. Ein natürlicher einfacher Vorgang wird zu einem komplizierten technischen Ritual.

Für ein durchgängiges Design, von Beschriftung bis Gebrauchsanweisung, reichte die Planung dann doch nicht. Werden wir im Inneren des Raumes weitere Überraschungen erleben?

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Herzen auf Holztüren, untrügliche Zeichen. Warum diese Form üblich wurde, bleibt als Frage stehen genauso wie "Raus- oder Reinsehen"?

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Nicht immer führt ökonomisches Vorgehen bei Leitsystemplanung zum Ziel. Hier wurden zwei unabhängige Institutionen im Rahmen eines Leitsystems missverständlich zusammengefaßt. Da bleibt nur zu hoffen, daß sich diese Vorgangsweise auf Leitsysteme beschränkt.

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Während die meisten Schilder in diesem Bereich der Orientierung dienen, wird hier deutlich ein Verhaltenskodex vermittelt. Da kann man nur mehr hoffen, daß Unverbesserliche straffrei bleiben.

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Da Männer ihre Geschäfte großräumig erledigen, herrscht auf Toiletten immer Rutschgefahr. Wer nicht aufpasst, ist angepisst.

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Was man in anderen Kulturkreisen zu unterbinden versucht, gilt hier als das Unanstößige, das Normale schlechthin und als geeignete Erklärung für alle sprachunkundigen Gäste.

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Nur das Zeichen ...

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Nur die Zeichen der Sprache ....

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Zeichen und Sprache, ausdrücklicher Hinweis

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Wo früher ein Auge für dezente Klarheit und ein lokal-üblicher Wortschatz vorausgesetzt werden konnte, muß heute mit roten Symbolen nachgeholfen werden.

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Manche Kennzeichnungen sagen auch einiges darüber aus, wie der Gestalter den Benutzer einschätzt bzw. darüber, wieviele Varianten der partiellen Wahrnehmung er bei seinem Bemühen um Unmißverständlichkeit einkalkuliert.

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"Sehr geehrte Herren! Da einige Zeitgenossen nicht wissen, daß eine saubere Gästetoilette auch wieder sauber verlassen werden soll, haben wir uns entschlossen, auf Drängen unserer Mitarbeiter, daß ab 31. Juli 2001 unsere Toiletten VIDEOÜBERWACHT werden. Die Videokameras sind auf KOPFHÖHE EINGESTELLT um Verschmutzer leichter auszuforschen! Wir bitten um Verständnis!"

Da stellt sich natürlich die Frage – was geschieht mit ausgeforschten Verschmutzern? Werden die Viedoaufnahmen im Fernsehen veröffentlicht? Werden die Schmutzattentäter zu Reinigungsarbeiten verpflichtet? Dürfen sie nie wieder ihre Notdurft in Schnellrestaurants verrichten? Wird es bald Zugangssperren mit Fingerprint-Erkennung geben?

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Wir danken den MacherInnen, insbesondere Markus H. von Typemuseum dafür, dass sie uns diese wunderbaren Bilder und Teile der Texte zur Verfügung stellten.

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