Nairobi/Monrovia - Nach dem Ausbruch heftiger Kämpfe im Zentrum des westafrikanischen Bürgerkriegslands Liberia sind dort erneut tausende Zivilisten auf der Flucht. Lokale Medien berichteten am Donnerstag von schweren Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Rebellen rund um die Ortschaft Gbarnga. Wie ein Sprecher der Guerillaorganisation "Vereintes Liberia für Aussöhnung und Demokratie" (LURD) im Radiosender BBC sagte, hätten die Rebellen in der Region zahlreiche strategische Punkte eingenommen. William Hanson beschuldigte die Regierungsarmee, Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu nutzen. Gbranga ist das ehemalige Hauptquartier des heutigen Präsidenten und damaligen Rebellen Charles Taylor. Die LURD-Milizkämpfer verlangen seit Ausbruch des Bürgerkriegs vor drei Jahren den Rücktritt des 1997 zum Staatschef gewählten Taylor. Sie und andere Rebellengruppen fordern Neuwahlen. In dem Bürgerkrieg kamen bereits über 200.000 Menschen ums Leben. Seit die Gefechte vor einem Jahr wieder aufgeflammt sind, flüchteten mehr als 60.000 Zivilisten aus der Kampfregion im Norden in sicherere Gebiete des Landes oder nach Guinea und Sierra Leone.(APA/dpa)