Sanaa/Kairo - Anhänger des islamistischen Terror-Netzwerks El Kaida haben sich zu einem Anschlag auf das Haus des jemenitischen Ministerpräsidenten Abdelkadir Ba Djammal bekannt. Gleichzeitig drohten sie in einem Bekennerschreiben, das in der Nacht zum Sonntag bei mehreren Medienvertretern in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa einging, mit Selbstmordanschlägen. Bei dem Sprengstoffanschlag der Gruppe, die sich selbst "Sympathisanten des El-Kaida-Netzwerks" nennt, war am vergangenen Donnerstag niemand verletzt worden. Außerdem übernahm die Gruppe die Verantwortung für einen früheren Anschlag auf das Haus des stellvertretenden Geheimdienstchefs, Ali Mansur Rashid. "Diese Mann ist bei den zentralen politischen Sicherheitskräften für die Folterung der Mudschahedin (Gotteskrieger) in den Gefängnissen zuständig", hieß es in der Erklärung. Die Gruppe plane "Märtyrer-Operationen,...falls unsere Brüder, die inhaftierten Mudschahedin, nicht freikommen". Insgesamt säßen im Jemen derzeit 371 "Gotteskrieger" im Gefängnis. (APA/dpa)