Dortmund/München - Das deutsche Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet in seiner jüngsten Ausgabe, dass um die 1,2 Millionen ArbeitnehmerInnen in Deutschland unter Mobbing leiden beziehungsweise Schikanen am Arbeitsplatz ausgesetzt sind. Damit sind 2,5 bis drei Prozent der Beschäftigten Mobbing-Opfer. Das Magazin bezieht sich auf eine Studie der Dortmunder Sozialforschungsstelle. Für die Untersuchung wurden von diesem Institut 4.000 Betroffene befragt. Das Ergebnis zeigt auch, dass rund 3,1 Prozent der Arbeitszeit von Mobbing beeinflusst sei, was der enormen Summe von rund 1,7 Milliarden Arbeitsstunden pro Jahr entspricht. Laut Studie dauert für Betroffene das Martyrium "Mobbing" bis zu einem Jahr. Mobbing ist keine einzelne Handlung, sondern ein langer Nervenkrieg, der zermürben soll. Mit den üblichen harmlosen Reibereien im Berufsalltag hat Mobbing nichts zu tun. "Die Folgen von Mobbing betreffen die gesamte Gesellschaft und fügen der Volkswirtschaft erheblichen Schaden zu", zitiert "Focus" den deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau. Für die Opfer sei "die Lebensqualität erheblich gemindert". Beratungsstellen in Österreich Überlebenstipps in so schwierigen Situationen gibt es beim Zentrum für Mobbingberatung und Konfliktlösungen am Arbeitsplatz "work and people" Blindeng. 28/6, 1080 Wien Tel.: 0699 - 101 28 390 oder 0699 - 101 28 625. „Work & People“ bietet Telefonberatung, persönliche Betreuung, Hilfe zur Selbsthilfe sowie Seminare zum Thema. Auch die VHS, das bfi und diverse private Organisationen bieten Mobbing-Seminare an. Das bfi bietet immer wieder Kurse der AK über Konflikte in der Arbeitswelt (Entstehung, Vermeidung, Hintergründe, Gegestrategien, richtiges Kommunizieren, Rollenspiele). (APA/dpa/red)