Nach heftiger Kritik von Kunden hat Apple die Stornierung von Bestellungen für die G4-Modelle in alter Konfiguration zurückgenommen und sich für die zunächst anders lautende Regelung entschuldigt. Die Firma hatte am vergangenen Mittwoch überraschend die Prozessorbestückung in den drei angebotenen Standard-Konfigurationen um jeweils 50 MHz herabgestuft -- de fakto eine Preisanhebung. Alte Modalitäten Wie Apple heute mitteilte, sollen alle Bestellungen, die vor dem 13. Oktober erfolgt sind, zu den alten Modalitäten ausgeführt werden. Dies gelte unabhängig davon, ob die Bestellung beim Apple Store oder beim Fachhandel aufgegeben worden sei. 400- und 450-MHz-Macs werden demnach zu den alten Preisen ausgeliefert. Das Modell mit 500 MHz, das voraussichtlich erst Anfang 2000 lieferbar wird, war in Europa noch nicht bestellbar. Kunden in den USA können statt dessen die 450-MHz-Variante zum alten Preis beziehen. Zorn gemildert? Nachdem zunächst gemutmaßt worden war, die Rücknahme der Preiserhöhungen betreffe nur Online-Bestellungen, dürfte Apple mit der heute veröffentlichten Klarstellung auch den Zorn der deutschen Fachhändler etwas gemildert haben. Die sind jedoch weiterhin sauer über die desolate Liefersituation: Von den 400-MHz-Modellen mit altem Board sind viel weniger Exemplare verfügbar als bestellt, die mit neuem Board lassen weiter auf sich warten. Auch das iBook, ursprünglich für September angekündigt, ist hier zu Lande noch immer nicht lieferbar. Immerhin sollen die neuen iMacs ab nächste Woche verkauft werden können -- zunächst aber nur in den DV- und Special-Edition-Varianten. Für das günstigste Modell deutet sich ebenfalls ein Lieferproblem an. (heise.de)