Der deutsche Telefonanbieter MobilCom muss nach Worten von Firmengründer Gerhard Schmid keine Zahlungsunfähigkeit fürchten. Anteilseigner France Télécom habe vertraglich zugesichert, einen Ende Juni fälligen Kredit über 4,7 Mrd. Euro zu sichern, sagte Schmid am Donnerstag vor Journalisten in Hamburg. Der Firmengründer wies damit Presseberichte zurück, wonach die Franzosen noch immer keine formelle Garantie für das Risiko abgegeben haben. Schulden in Milliarden-Höhe MobilCom als einer der Käufer von sechs UMTS-Mobilfunklizenzen in Deutschland hat schon jetzt Schulden in Höhe von 6,2 Mrd. Euro. Sollte MobilCom nicht in der Lage sein, das Darlehen zurückzuzahlen, könnte die Insolvenz des Unternehmens drohen. Darauf könnte France Télécom nach Ansicht einiger Analysten spekulieren, um nicht in die Pflicht genommen zu werden. Schmid wies dieses Szenario als "praktisch unmöglich" zurück: Es sei einem Insolvenzrichter schwer zu erklären, dass gerade der Anteilseigner France Télécom MobilCom in den Bankrott getrieben habe. Schmid drohte Parisern Schmid drohte den Parisern, die vor einigen Wochen nach erbittertem Streit über die Finanzierung des UMTS-Aufbaus in Deutschland erzielte Einigung wieder aufzukündigen. Demnach muss sich Schmid aus dem Unternehmen zurückziehen und alle eigenen Anteile und die seiner Frau verkaufen. Die Aktien sollen dann zunächst an ein Bankenkonsortium gehen, das sie Medienberichten zufolge 2005 in Anteile der France-Télécom-Tochter Orange tauschen kann. Dies hätte den Vorteil, dass die Franzosen, die bisher 28,5 Prozent an MobilCom halten, unter einem Anteil von 50 Prozent blieben und mögliche Verluste von MobilCom weiter nicht in der Bilanz ausweisen müssten. Schmid betonte nun, er habe immer noch die Möglichkeit, eine mit France Télécom vereinbarte Option zu ziehen, wodurch der Partner 30 Prozent der Anteile sofort übernehmen müsste.(APA/AFP)