Innsbruck/Schwaz – Der Kauf des Tiroler Haushaltsgeräteherstellers Elektra Bregenz mit Sitz in Schwaz durch das türkische Unternehmen Arcelik A. S. scheint perfekt. Innerhalb der 14-tägigen Frist für Unternehmer seien beim Kartellgericht keine Einsprüche eingegangen, erklärte der Vorstand der EB-Vertriebsgesellschaft, Michael Richter, am Freitag gegenüber der APA.

Wie eine Sprecherin des Kartellgerichts in Wien im APA-Gespräch betonte, müssten aber noch weitere zwei Wochen abgewartet werden. Denn innerhalb dieser vierwöchigen Frist könnten schließlich noch Amtsparteien, wie etwa die Finanz, die Präsidentenkonferenz sowie die Bundesarbeiterkammer, Anträge stellen.

Froher Richter

Über die bevorstehende Übernahme des türkischen Elektroriesen, der über das notwendige "industrielle know-how" verfüge, sei Richter "frohgestimmt". Er sei überzeugt, dass dadurch sowohl für den Vertrieb als auch für die Produktion die notwendigen finanziellen Mittel gesichert seien und auf diese Weise eine "Plattform für die Zukunft" geschaffen werden könnte.

Die Übernahme der Tiroler Tochterfirma des im September 2001 insolvent gewordenen französischen Küchengeräteproduzenten Moulinex-Brandt hatte sich seit längerer Zeit hingezogen. Unter anderem wurden etwa 230 der betroffenen Arbeiter und Angestellten der Tiroler EB-Produktionsgesellschaft im Herbst in eine Zwangspause geschickt. Elektra Bregenz produziert in erster Linie Herde und Kochmulden.

Bereits Mitte Jänner waren Teile von Brandt von der israelischen Elco-Gruppe übernommen worden. Moulinex war teilweise vom französischen Konkurrenten SEB übernommen worden. (APA)