Innsbruck - Beim österreichischen Fußball-Meister FC Tirol verstreicht eine Frist nach der anderen, ohne dass die Vereinsführung aktiv wird. Am Freitag vor Pfingsten war die Frist für die Überweisung der Spielergehälter für März abgelaufen, die Hoffnungen, dass am Dienstag nach den Feiertagen die Zahlungen getätigt werden, erfüllten sich nicht. "Zu Mittag war noch kein Geld da. Ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch aufs Konto schauen werde", erzählte Roland Kirchler. Tirol-Manager Robert Hochstaffl erklärte am Dienstag Vormittag, dass "es keine Probleme geben wird". Dem war allerdings nicht so. Nachdem auch die Nachfrist für die Überweisung der kolportierten 300.000 Euro ergebnislos abgelaufen ist, sind mit Ausnahme von Baur, Gilewicz, Mair, Barisic, Marasek, Kogler und Hörtnagl damit insgesamt 16 Spieler der Innsbrucker kostenlos frei. Kirchler optimistisch Kirchler glaubt aber nicht, dass seine Mannschaftskollegen nun reihenweise den Verein verlassen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand diese Option zieht. Wir haben letztlich immer unser Geld bekommen und wir haben eine super Mannschaft." Von Seiten der Bundesliga gibt es durch die fehlenden Überweisungen keinen aktuellen Handlungsbedarf, auch wenn Tirol am 30. April die Lizenz für die kommende Saison nur unter Auflagen erhalten hat. "Die Auflagen sind anderer Natur", erklärte Bundesliga-Pressesprecher Christian Kircher. Tirol muss bis 31. Mai eine Eigenkapitalzufuhr von 4,5 Millionen zur Sicherung des Spielbetriebs tätigen, die Gehalts-Problematik ist quasi eine Angelegenheit zwischen Spielern und Verein.(APA)