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Jamal Karsli

Foto: APA/dpa/Vennenbernd
Berlin - Im FDP-internen Konflikt um das Neumitglied Jamal Karsli hat Parteichef Guido Westerwelle klar Position gegen den gebürtigen Syrer bezogen. "Er hat keinen Platz in der FDP. Was er gesagt hat, ist für die FDP in keiner Weise akzeptabel", sagte Westerwelle der "Welt am Sonntag". Karsli hatte unter anderem das Vorgehen der israelischen Armee in den Palästinensergebieten mit "Nazi-Methoden" verglichen. Der nordrhein-westfälische FDP-Chef Jürgen Möllemann hatte anschließend die Aufnahme des früheren Grünen-Mitglieds Karsli in die FDP mehrmals verteidigt. Auch der FDP-Ehrenvorsitzende und frühere deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher stellte sich gegen Karsli. Es sei "unverzichtbar", den Beschluss über seine Aufnahme in die FDP aufzuheben. Der Berliner Landesvorsitzende Günter Rexrodt verlangte, die für den 3. Juni geplante Sondersitzung des nordrhein-westfälischen Landesvorstandes auf die kommende Woche vorzuziehen. Die Sache müsse "vom Tisch", damit die FDP nicht länger in die antisemitische Ecke gestellt werden könne, sagte Rexrodt am Samstag. (APA/dpa)