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Das FBI (Federal Bureau of Investigation) besteht seit 1908 und wurde jahrzehntelang (von 1924 bis 1972) vom umstrittenen J. Edgar Hoover geleitet, der noch heute für viele Ausschreitungen gegen US-Bürger "im Namen des Gesetzes" verantwortlich gemacht wird. In den vergangenen Jahren kam das Büro in Verruf, weil unter anderem der langjährige FBI-Mitarbeiter Robert Hanssen als Spion entlarvt wurde. Der derzeitige Leiter, Robert Mueller III, trat sein Amt erst am 5. September 2001, also nur eine Woche vor den Terroranschlägen auf WTC und Pentagon, an. Die CIA (Central Intelligence Agency) wurde 1947 als Nachfolger des im Zweiten Weltkrieg eingesetzten OSS (Office of Strategic Services) von Präsident Harry Truman geschaffen. Ihre Aufgabenstellung ist es, der Regierung "genaue, umfassende und rechtzeitige Informationen" über Bedrohungen der nationalen Sicherheit aus dem Ausland zur Verfügung zu stellen. Der derzeitige Direktor George Tenet wurde von Präsident Clinton 1997 für zehn Jahre eingesetzt. Ehemaliger CIA-Chef war auch George Bush sen., der Vater des amtierenden Präsidenten. Die NSA (National Security Agency) musste bisher weniger Kritik einstecken als die CIA und das FBI. Ihre Aufgabe ist das Dechiffrieren von Geheimbotschaften und das Entschlüsseln komplizierter Geheimcodes. Von allen amerikanischen Geheimdiensten ist die NSA am besten mit der neuesten Computertechnik ausgestattet, heißt es. Die einschlägigen Erfahrungen des im März 1999 ernannten Vorsitzenden der NSA, Generalleutnant Michael V. Hayden, stammen hauptsächlich aus seinen Tätigkeiten im Bereich der militärischen Geheimdienste. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21.05.2002)