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Jacques Rivette 2001 in Cannes

Foto: REUTERS/Eric Gaillard
Wien - Das Wiener Filmfestival Viennale, das heuer seinen 40. Geburtstag feiert, widmet seine große diesjährige Retrospektive in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Filmmuseum dem französischen Nouvelle Vague-Filmemacher Jacques Rivette. Erstmals wird dabei in Österreich Rivettes Gesamtwerk präsentiert, darunter auch die selten gezeigte Zwölf-Stunden-Version von "Out 1: Noli me tangere" (1970). Tributes sind beim vom 18. bis 30. Oktober laufenden Festival der US-Schauspielerin Sissy Spacek und dem deutschen Dokumentarfilmer Jürgen Böttcher (Jahrgang 1931) gewidmet. Ein Special würdigt den US-Kameramann Ed Lachmann, dessen Werk von Independent Cinema-Arbeiten bis zu Hollywood-Blockbusters reicht. Außerdem wird ab heuer unter dem Namen "Who's next?" eine neue Nachwuchsschiene junge Talente vorstellen. Das erste Wiener Filmfestival fand noch unter dem Namen "Erste Wiener Filmfestwoche" von 5. bis 12. Februar 1960 im Künstlerhaus statt. Gezeigt wurden österreichische Erstaufführungen von Filmen des Jahres 1959 aus 18 Ländern, darunter - für damalige Verhältnisse - so exotische Vertreter wie Indien, Brasilien, UdSSR oder Japan. Der Name "Viennale" prägte der damalige Bürgermeister und spätere Bundespräsident Franz Jonas als scherzhafte Anspielung auf die "Biennale" in Venedig. Wegen unsicherer Finanzierung kam die zweite Auflage erst 1962 zu Stande. 1990 fanden zwar Viennale-Specials, aber kein Festival statt. (APA)