Medemblik - Roman Hagara/Hans Peter Steinacher haben am Sonntag die Tornado-Klasse bei SPA Regatta vor Medemblik auf dem dritten Platz beendet, nachdem sie vor dem Schlusstag noch in Führung gelegen waren. Mit der guten Platzierung und der seglerischen Darbietung sind Österreichs Olympiasieger zufrieden, die Leistung der Wettfahrtleitung, die die niederländischen Sieger Mitch Booth/Herbert Dercksen bevorteilte, trübte allerdings die Stimmung von Hagara/Steinacher.Gesamtsieg kampflos abgegeben Die Österreicher gaben den Gesamtsieg praktisch kampflos an Booth/Dercksen ab. "Heimvorteil gut und schön, was sich die Wettfahrtleitung aber heute geleistet hat, grenzt an Frechheit", ärgerte sich Steinacher. Trotz reglementiertem Windlimit (25 Knoten) wurde die letzte und entscheidende Wettfahrt in der Tornados bei deutlich mehr abgehalten. "Unser Betreuer hat während der gesamten Wettfahrt 35 Knoten Wind gemessen, wozu gibt es Regeln, wenn sie sowieso nicht eingehalten werden", so Hagara, der nach der ersten Kreuz w.o. gab und nachher anmerkte: "Wir tanzen nicht nach jedermanns Pfeife." Doppelter Heimerfolg für die Niederlande Dadurch kamen die Niederlande durch Booth/Dercksen und Kasenbarg/Hermskeerk zu einem doppelten Heimerfolg. Andreas Hagara/Michael Seidl konnten die SPA-Regatta auf Grund einer unverschuldeten Kollision nicht beenden. "Unser Boot ist ein Totalschaden, ich hoffe die Pechsträhne ist nun endgültig vorbei", so der Atterseer, dem das Pech seit Wochen buchstäblich auf den Sohlen klebt. "Zuerst die Verletzung und Erkrankung von Michael, dann der Segelriss bei der EM und jetzt das. Wir lassen uns aber nicht unterkriegen." Geritzer landet auf Platz 14 Andreas Geritzer, der in den Finalwettfahrten einen Sieg und einen zweiten Platz verzeichnete, beendete die Laserkonkurrenz auf Platz 14. "Die Vorrunde war zu schwach, das Finish zufrieden stellend", so der Neusiedler, dessen Klubkollege Hans Spitzauer gemeinsam mit Partner Wolfgang Brenner den guten siebenten Platz in der Starbootklasse belegte. Neue Rennyacht für EM Christian Binder Soling-Europameister Christian Binder landete bei der IMS-Offshore Weltmeisterschaft der Hochseesegler vor Capri an der 17. Stelle. Kommenden Winter will man mit Hilfe von Sponsoren eine neue Rennyacht bauen lassen. Die Mannschaft, die gegenüber der WM an zwei Positionen verändert wird, bricht am Donnerstag in Richtung Punta Ala (ITA) auf, wo am 3. Juni die Offshore-EM beginnt.(APA)