Vermisstmeldungen aufmerksamer Zuseher: Die wichtigsten ORF-Nachrichtensendung "ZiB 1" habe seit Ausbruch des Koalitionskonflikts jeglicher Information darüber entbehrt (berichtet wurde Ende der Vorwoche in späteren "ZiBs"). Erst Versöhnungsszenen der Parteispitzen nach dem Ministerrat am Dienstag waren dort Thema. Dafür wartete man in der Dienstag-"ZiB" vergeblich auf die Nachricht, dass der Neonaziaufmarsch am 13. April nun 36 Anzeigen zur Folge hatte. Chefredakteur Werner Mück war zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Inzwischen ließ er ausrichten, die Geschichte über die Anzeigen habe man nicht gebracht, weil die Stapo die Information nicht bestätigt habe. Zur Koalitionskrise verwies Mück auf spätere "ZiBs", über die wir ja auch berichteten.(red/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23.5.2002)