Athen/Dublin - Zwei jener 13 Palästinenser, die vor zwei Wochen aus der Bethlehemer Geburtskirche gebracht worden waren, haben sich im griechischen Exil zuversichtlich über eine Rückkehr in ihre Heimat geäußert. "Wir sind sicher, dass wir zurückkehren werden", sagte Mamduh el Wardian am Donnerstag in Athen. Wardian und der ebenfalls in Griechenland exilierte Palästinenser Mohammad Mohanna sagten, mit Gottes Hilfe würden sie bald das Land wieder verlassen können. Die beiden 21 und 22 Jahre alten Palästinenser hatten sich mit Dutzenden anderen mehrere Wochen lang in der von der israelischen Armee belagerten Geburtskirche in Bethlehem verschanzt. Die Armee hatte die Belagerung am 10. Mai aufgehoben, nachdem die beiden Palästinenser und elf weitere von Israel gesuchte Landsleute nach Zypern ausgeflogen worden waren. Nach langwierigen Verhandlungen innerhalb der Europäischen Union wurden die 13 Männer schließlich mehreren EU-Staaten zugewiesen. Auch Österreich war ursprünglich als mögliches Aufenthaltsland genannt worden, was zu heftigen Kontroversen in Österreich geführt hatte. Außenministerin Ferrero-Waldner hatte in der Folge die spanische EU-Präsidentschaft kritisiert, weil Österreich nicht in die Verhandlungen über die Aufnahme der 13 Palästinenser einbezogen worden sei. Zwei weitere der Männer aus der Bethlehemer Geburtskirche trafen am Donnerstag in Irland ein. Nach Angaben eines palästinensischen Diplomaten in Dublin haben die Männer eine Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr und dürfen sich innerhalb des Landes frei bewegen. Zunächst jedoch würden sie "zumindest in den ersten Tagen" von der irischen Polizei bewacht. Der außenpolitische Koordinator der EU, Javier Solana, sagte unterdessen in Kopenhagen, die 13 Palästinenser seien sicher und würden nicht an Israel ausgeliefert. Israel wirft den Männern vor, unter anderem an der Planung von Selbstmordanschlägen in Israel beteiligt gewesen zu sein.(APA/Reuters)