Paris - Frankreichs Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im ersten Quartal 2002 um 0,4 Prozent zugenommen, nachdem es im vierten Quartal des Vorjahres um 0,4 Prozent abgenommen hatte. Diese Daten gab das Statistikinstitut INSEE am Freitag in Paris bekannt. Diese Prognose entspricht genau jener der französischen Notenbank Banque de France (BdF). Diese hatte am 16. Mai ein Wachstum von 0,4 Prozent im ersten und von 0,5 Prozent im zweiten Quartal 2002 vorhergesagt. Frankreichs konservativer Premierminister Jean-Pierre Raffarin hat zugesichert, dass seine Regierung die versprochene Steuerreduktion bei gleichzeitiger Einhaltung der europäischen Konvergenzkriterien durchführen wird. "Es ist offensichtlich, dass wir das Ziel der Defizitreduktion verfolgen. Wir machen alles in unserer Macht stehende, um das Defizit so schnell als möglich zu reduzieren", erklärte der Rechtsliberale am Donnerstagabend in einem Fernsehinterview für France 2. Raffarin nannte als Termin für das Nulldefizit allerdings nicht das von den EU-Partnern vereinbarte Jahr 2004. (APA)