Tallinn - Manuel Ortega blickt nach dem Bewerb bereits in die Zukunft: "Natürlich bin ich enttäuscht, aber nicht niedergeschlagen. Es gab ein Leben vor dem Song Contest - es wird ein Leben nachher geben. Es tut mir Leid, ich habe mein Bestes gegeben", sagte Ortega laut ORF nach geschlagener (und verlorener) Schlacht.Für sein "Say A Word", das soundmäßig merkwürdig schaumgebremst rüberkam und von einer ebenso zähen "Tanz"-Performance Ortegas begleitet wurde, gab es nur aus fünf Ländern Punkte: Während sich Russland und Zypern mit je einem Zähler einstellten, bedachten die Belgier Ortega mit fünf Punkten, die Schweizer mit sieben. Mit der Maximalpunktezahl von zwölf wurde der österreichische Beitrag von den Türken belohnt; vielleicht auch von österreichischen Türkei-Urlaubern, wer weiß. Der Linzer Manuel Ortega, dessen Mutter aus Spanien stammt, hatte die ORF-Songcontest-Vorausscheidung "song.null.zwei." knapp vor dem Duo Stermann und Grissemann gewonnen. Unbestritten war der Sieg jedoch nicht: Einen Plagiatsvorwurf gegen das Lied "Say a Word" konnte erst eine Expertise aus der Welt räumen, die dem Song schließlich bescheinigte, ein Original zu sein. Nach seiner Ankunft in Tallinn war Ortega an einer bakteriellen Infektion erkrankt, sodass sein Antreten in den vergangenen Tagen fraglich gewesen war. - Vielleicht eine Erklärung dafür, dass Ortega nicht wie gewohnt herumsprang, sondern in einer Dauerpose im Stand verharrte. (APA/red)