Wien - Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) haben 2001 trotz niedriger Holzpreise und einem geringeren Einschlag das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wurde gegenüber dem Jahr 2000 um über 17 Prozent auf 18,4 Mio. Euro gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich von 135 auf 148 Mio. Euro. Gründe dafür waren "Prozessoptimierungen und deutlich gesunkene Personalkosten", sagte ÖBf-Vorstand Thomas Uher.Das Grundverkaufsprogramm, das im Vorjahr zur Finanzierung des Erwerbs von elf Seen aus dem Besitz der Republik gestartet wurde, solle bis Ende des Jahres abgeschlossen werden, sagte Uher. Bisher seien knapp 8600 Hektar Grund an Private verkauft und dafür 75 Mio. Euro kassiert worden. Um die zur vollständigen Finanzierung der Seen noch notwendigen 20 bis 25 Mio. EURO zu lukrieren, würden nochmals bis zu 4500 Hektar an ÖBf-Grundstücken abgegeben, so Uher. Ergebnis soll heuer um rund zehn Prozent gesteigert werden Im Gegenzug wollen die ÖBf um rund elf Mio. Euro weitere Grundstücke an Seeufern erwerben. Dafür müsse aber die Republik erst entsprechende Grundstücke ankaufen, die dann an die ÖBf übertragen werden. Dabei handle es sich allerdings nicht mehr um Wasserflächen, so Uher. Das Ergebnis soll heuer nochmals um rund zehn Prozent gesteigert werden. Damit wollen sich die ÖBf dem selbst gesteckten Ziel einer fünfzehnprozentigen Umsatzrendite annähern, das spätestens 2003 erreicht werden soll. Wie erfolgreich die Ausgliederung der ÖBf tatsächlich war, soll eine Evaluierung zeigen, die diesen Herbst durchgeführt werden wird. Freude bei Grasser Das gute Ergebnis der ÖBf freut auch den Finanzminister. Dieser erhielt nämlich im Vorjahr von den Bundesforsten 13,37 Mio. EURO - 7,27 Mio. als Dividende, den Rest als so genanntes "Fruchtgenussentgelt". Insgesamt wurden seit der Ausgliederung aus dem Landwirtschaftsministerium 1997 über 100 Mio. EURO an den Staat überwiesen. Die ÖBf betreuen und bewirtschaften rund ein Zehntel der österreichischen Staatsfläche, darunter 525.000 Hektar Wald, 82 Seen, zwei Nationalparks (Donauauen, Kalkalpen) sowie zahlreiche Wasserschutz- und Naturschutzgebiete. (zwi)