Wien - Die Temperaturen steigen, der Sommer naht - wer genießt nicht die wärmenden Sonnenstrahlen auf seinem Körper. Aber zu intensive Sonnenstrahlung kann schädlich sein und gesundheiliche Probleme zur Folge haben. Besonders in Zeiten immer höherer UV-Strahlung, sollten sich Sonnenanbeter auch Gedanken über den richtigen Schutz machen. Das gilt nicht nur für den Urlaub am Meer oder in den Tropen. Auch an den heimischen Badeseen, in den Bädern und im Gebirge ist die Sonne aggressiv genug, um der Haut zu schaden.Der beste Schutz vor Hautschäden durch die Sonne ist ein Sonnenbad mit Maß und Ziel und auch die Vorsorge mit dem richtigen Sonnenschutzmittel. "Es gibt nicht nur einen Sonnenschutz für alle Situationen und Hauttypen", verweist die Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, Dr. Christiane Körner auf die Vielfalt der Sonnenschutzprodukte. Folgende Punkte gilt es bei der Auswahl des Sonnenschutzes zu beachten:
  • Hauttyp
  • Reiseziel
  • Jahreszeit
  • Art des Urlaubes - Städtetourismus, Badeurlaub
Bis zu einem gewissen Grad kann sich die Haut zwar selbst vor zu intensiver Sonnenbestrahlung schützen, abhängig ist die Widerstandskraft vom individuellen Hauttyp. Bei allzu hoher und langer Sonneneinstrahlung reicht der natürliche Schutz der Haut nicht mehr aus. Die Folge einer solchen Überbeanspruchung ist eine Entzündung der Haut, im Volksmund "Sonnenbrand" genannt. Wird die Haut öfters durch die Sonnenstrahlen überbelastet, kommt es zu Schädigungen, die Spann- kraft der Haut lässt nach, oder einfacher ausgedrückt, Frau/Mann bekommt Falten. Die schlimmste Folge von übermäßigem Sonnengenuss ist der Hautkrebs, denn immerhin entstehen 90 % aller Melanome durch zu intensive Sonnenbestrahlung. Die Hauttypen:
  • Hauttyp I: auffallend helle Haut mit Sommersprossen, blaue Augen und rötliche oder rotblonde Haare, sehr anfällig für Sonnenbrände.
  • Hauttyp II: Blonde bis hellbraune Haare, helle Haut, Sommersprossen eher selten, Neigung zu Sonnenbrand.
  • Hauttyp III: Dunkelblonde oder braune Haare, helle bis dunkelbraune Haut, kaum Sommersprossen, Sonnenbrand nur selten.
  • Hauttyp IV: dunkle Haare, Haut wird schnell und deutlich braun, Sonnenbrand tritt kaum auf
Mit diesen Vorgaben und der Unmenge an Sonnenschutzmittel, die im Handel angeboten werden, sind Sonnenwillige oft überfordert. Beratung ist notwendig, um wirklich den besten Schutz für seine Haut, zu finden. Eine Möglichkeit ist, sich die entsprechenden Informationen in einer Apotheke zu holen. Die erste Frage, die sich stellt, und hier beginnen bereits die Schwierigkeiten, ist die nach dem Schutzfaktor. Nicht alle Hersteller bedienen sich dabei derselben Norm. Da kann das Präparat des einen Herstellers mit Faktor 10 schon so gut schützen, wie das Präparat eines anderen Herstellers mit Faktor 30. "Am besten vergleicht man die Faktoren innerhalb einer Produktlinie", rät Körner. Ein oft verbreitetes Missverständnis: Mehrmaliges Auftragen eines Sonnenschutzpräparates bringt keine Verlängerung des Schutzes, ist jedoch sinnvoll, wenn der Schutzfilm etwa durch Sand beschädigt oder durch Wasser weggespült wurde. Auch sogenannte wasserfeste Präparate sollten nach dem Schwimmen erneut aufgetragen werden, um wirklich sicher zu sein, dass der Sonnenschutz intakt bleibt. Sonnenschutzpräparate verlieren, genauso wie Medikamente, mit der Zeit ihre Wirkung und sollten regelmäßig erneuert werden. Wenn es bereits zu einem Sonnenbrand gekommen ist helfen Präparate aus der Apotheke, auftretende Schmerzen zu lindern. Diese kühlen und beruhigen die Haut, in besonders schlimmen Fällen können zusätzlich schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente helfen. (APA/red)