Intel hat seine erste Entwicklerkonferenz in Deutschland eröffnet. Auf dem Intel Developer Forum (IDF) in München sollen vor allem Entwicklungen im Bereich der Konvergenz von Computer und Telekommunikation sowie Mobilkommunikation und WLAN präsentiert werden. Chief Technology Officer Pat Gelsinger betonte in seiner Eröffnungs-Rede, das Intel auch bis über dieses Jahrzehnt hinaus von der Gültigkeit des Moore´schen Gesetzes überzeugt sei. Umlegbar Gelsinger geht davon aus, dass Moores Law - hohe Innovationsrate und sinkende Kosten - in Zukunft auch für den Bereich der Kommunikation gilt. So betreibt Intel das Forschungsprojekt "Radio-Free Intel", das unterschiedliche Übertragungsstandards auf einem Stück Silizium integrieren soll. Damit soll vor allem die Massenproduktion von Funkchips gefördert werden. Für den Bereich Wireless LAN kündigte Sean Malony, Executive Vice President der Intel Communications Group, einen WLAN-Access-Point für die Standards 802.11b und 802.11a an. Zusätzlich soll ein Dual-Band WLAN-Chipsatz, der Verbindungen auf beiden Standards ermöglicht, auf den Markt kommen. Standardisierung Daneben hat Malony einen Intel-Standard für Blade-Server in Kommuikationsanwendungen vorgestellt. Advanced TCA soll vor allem Netzwerkausrüstern helfen, die Entwicklungskosten zu senken und modulare Lösungen auf den Markt zu bringen. "Die Kommunikationsbranche verlangt heutzutage innerhalb eines Jahres technologische Entwicklungen, die früher über einen Zeitraum von zehn Jahren stattfanden. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Kommunikationsausrüster jetzt Lösungen entwickeln, die geschlossene, proprietäre Lösungen durch modulare Kommunikationsserver und -geräte ersetzen," erklärte Maloney. Kapazitäten Advanced TCA beinhaltet Platinen-Kapazitäten von bis zu 4,5 Terabits pro Sekunde, Multiprotokoll-Blade-Schnittstellen, RAM-Support bis zu 8 GB je Board sowie erhöhte Systemverfügbarkeit und Erweiterungsmöglichkeiten. Intel erwartet sich, dass der Standard bis weit über 2010 gültig sein wird. Neben der Definition des Blade-Server-Referenzentwurfs unterstützt Intel Netzausrüster auch bei der Entwicklung von Produkten, die dem aktuellen Industriestandard PICMG 2.16 entsprechen. Die Kommunikations-Blades verfügen über Intels NetStructure ZT 5524 System Master Processor Board, die Intel NetStructure ZT 5088 12U General Purpose Packet Switched Platform und die Intel NetStructure ZT 5085 12U General Purpose Packet Switched Platform und basieren auf einem Pentium III-Prozessor. Die Blades sind speziell für Telekommunikations-Server oder -Switches, Breitband-Access-Server, Controller für Mobilfunk-Basisstationen und Speichersysteme entwickelt. (pte)