Tel Aviv - Israel hat mit mehrjähriger Verspätung wieder einen Spionagesatelliten ins All geschossen. Eine in Israel entwickelte Rakete brachte Dienstag Nachmittag den Satelliten Ofek-5 von einer Rampe bei Palmachim im Süden des Landes in seine vorausberechnete Umlaufbahn. Der Satellit, der mit einer israelischen Spezialkamera ausgerüstet ist, wird die Erde künftig in einer Höhe von zwischen 400 und 600 Kilometern umkreisen. Der letzte israelische Spionagesatellit Ofek-3 war vor etwa eineinhalb Jahren beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht. Der Start des Nachfolgers Ofek-4 schlug fehl, weil die dreistufige Trägerrakete versagte. Der Start des Satelliten von Israel aus war nach einem Bericht der Tageszeitung "Haaretz" nicht unproblematisch. Um sicherzustellen, dass der Satellit bei einem Absturz der Raketen nicht "in Feindesland" landete, musste die Rakete von Ost nach West gegen die Erddrehung gestartet werden. Damit wäre der Flugkörper bei einem Absturz ins Mittelmeer gestürzt.(APA/dpa)