Wien - Die Probleme mit der Gasversorgung in Wien sollen noch am Freitag endgültig behoben werden. Wie die Wiengas GmbH mitteilte, sind bereits Donnerstag mehr als 60 Mitarbeiter mobilisiert worden, um die Entlüftung der Leitungen in den Haushalten vorzunehmen. Derzeit, so hieß es, stehen "alle verfügbaren Kräfte" im Einsatz. Rund 2.000 Wohnungen waren am Freitagvormittag noch ohne Gas. Betroffen sind Haushalte entlang der Hauptrohrtrasse vom Werk Leopoldau bis zum Währinger Gürtel. Vor allem in den Bezirken 21, 19, 18 und 9 sind am Donnerstag ab etwa 8 Uhr die Flammen der Gasgeräte ausgegangen, weil Stickstoff in die Leitung gelangt war. Laut Wiengas ist das Gebrechen bei Revisionsarbeiten entstanden: Die Kugelgasbehälter im Werk Leopoldau wurden nach Abschluss dieser Tätigkeit mit Stickstoff gefüllt, und zwar um die Dichte zu prüfen. Bei der nachfolgenden Wiederinbetriebnahme sollte der Stickstoff durch Erdgas hinausgedrückt werden. Im Messsystem, das die Zusammensetzung der Füllung überprüfen soll, dürfte sich jedoch ein Fehler eingeschlichen haben - Stickstoff kam dadurch in konzentrierter Form in eine Versorgungsleitung. Diese führt vom Werk Leopoldau über die Nordbrücke zum Gürtel und dort entlang Richtung Alserstraße. Alle betroffenen Anlage befinden sich laut Wiengas in unmittelbarer Nähe dieses Hauptstranges. (APA)