Kaum eine andere psychische Störung geisterte in den vergangenen Jahren so häufig durch die Medien wie die Magersucht oder die Ess-Brech-Sucht. Immer wieder outen sich Models oder Schauspielerinnen wie Jennifer Lopez oder Calista Flockhart alias Ally McBeal mit diesem Krankheitsbild. Aber auch Männer müssen sich mehr und mehr dem gängigen Körperkult unterwerfen. Tatsächlich beziehen Stars wie Russell Crowe, Robbie Williams oder Leonardo di Caprio verbale Prügel, weil sie angeblich zu dick oder zu dürr sind. Anorexie und Bulimie sind jedoch keine Krankheiten, die sich nur in der Welt der Stars zeigen: jede 15. Frau in der Altersspanne vom 15. bis zum 25. Lebensjahr – der größten Risikogruppe für Magersucht – ist von Essstörungen betroffen.Die ambulante Einrichtung "sowhat" bietet Menschen mit Essstörungen im Raum Ostösterreich medizinische, psychologische und psycho-therapeutische Behandlung. Um weitere Wegstrecken zu verkürzen, hat sowhat neben dem bestehenden Institut in Wien nun eine eigene Zweigstelle in Mödling eröffnet und lädt Interessierte, Betroffene und Angehörige zum Aktionstag in das Mödlinger Institut. Von 10.30 bis 16.00 Uhr gibt es für SchülerInnen und Lehrlinge beim "Tag der offenen Tür" im Institut in Mödling die Gelegenheit, sich zum Thema Körperkult und Essstörungen näher zu informieren, mit ExpertInnen Kontakt aufzunehmen und mittels Fettmessung den eigenen Körper zu testen. Um 18.00 Uhr steht ein Informations-Abend zum Thema "Körperkult und Leidensdruck – Hintergründe von Essstörungen" für ÄrztInnen, TherapeutInnen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen und InteressentInnen auf dem Programm. Dolores Schmidinger wird im Zuge der Veranstaltung aus ihrem Buch "Raus damit! - Bulimie - ein autobiographischer Ratgeber" lesen. (red)