Kassel - Bei der documenta 11 sind rund 450 Kunstwerke von 118 Künstlern und Künstlergruppen aus allen fünf Kontinenten zu sehen. Die Schau verteilt sich auf fünf Ausstellungsorte mit einer Gesamtfläche von 13.000 Quadratmetern. Drei Pendelbuslinien und ein Schiff auf der Fulda stehen für den Transfer der Besucher zur Verfügung. Während der 100 Tage vom 8. Juni bis zum 15. September werden mindestens 630.000 Kunstinteressierte in Kassel erwartet.

110 Mitarbeiter des Besucherdienstes führen Gruppen durch die Ausstellung. Rund 500 Menschen übernehmen in wechselnden Schichten die Aufsicht in den Schauräumen. Mit dem Aufbau der Kunstwerke waren mehr als 100 Handwerker und Künstlerassistenten beschäftigt.

Die documenta 11 hat einen Haushalt von 12,8 Millionen Euro. Jeweils 2,3 Millionen Euro kommen von Stadt und Land, weitere 1,3.Millionen Euro steuert die Kulturstiftung der Länder bei. Die restlichen 6,9 Millionen Euro muss die documenta über Eintrittsgelder und Katalogverkauf selbst erwirtschaften. Der Etat ist der größte in der Geschichte der documenta.

Die bisher umfangreichste Ausstellung war allerdings die documenta 5 des Jahres 1972 mit 3.200 Werken. Den Teilnehmer-Rekord stellte fünf Jahre später die documenta 6 auf, zu der 622 Künstler eingeladen waren. Das höchste Defizit - 465.000 Euro - verbuchte die documenta 8 des Jahres 1987, den größten Gewinn konnte mit 1,4.Millionen Mark (0,72 Millionen Euro) die vergangene documenta 10 vor fünf Jahren vermelden. Die Besucherzahlen haben sich von 1955 (130.000) bis 1997 (631.000) mehr als vervierfacht. (APA/dpa)