Bagdad - Bei Luftangriffen der USA und Großbritannien im Irak sind nach Militärangaben aus Bagdad drei Iraker verletzt worden. Die Flugzeuge hätten am späten Donnerstagabend zivile Einrichtungen in der südirakischen Provinz Si Kar angegriffen, meldete die irakische Nachrichtenagentur INA. Britische und US-Maschinen fliegen regelmäßig Patrouillen in den seit dem Golfkrieg verhängten Flugverbotszonen über dem Irak. Dabei kommt es immer wieder zu Zwischenfällen mit der irakischen Flugabwehr. Bagdad erkennt die durch keine UNO-Resolution gedeckten Flugverbotszonen nicht an. Der irakische Außenminister Nadji Sabri will nach eigenen Worten bei seinen erneuten Gesprächen mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan am 4. und 5. Juli in Wien unter anderem die Forderung nach einer Aufhebung des UNO-Embargos gegen sein Land zur Sprache bringen. Es gehe ihm außerdem um eine Neuordnung der Region und um eine Wiedergutmachung für der Opfer des Golfkrieges, sagte der Minister im irakischen Fernsehen. Die beiden ersten Zusammenkünfte mit Annan hätten nicht ausgereicht, um die jeweiligen Standpunkte der beiden Parteien deutlich zu machen. Der irakische Erdölminister Amer Mohammed Rashid teilte mit, dass Irak "aus eigenen Mitteln" mit der Förderung in zwei neu erschlossenen Ölfeldern im Süden des Landes begonnen habe. Das bedeute auch, dass "unsere Feinde die wissenschaftliche, technische und wirtschaftliche Entwicklung des Irak nicht verhindern können", sagte Rashid. Nach Angaben der Betreiber hatte ein "ausländisches Ölunternehmen" vier Milliarden Dollar (knapp 4,3 Milliarden Euro) für die Erschließung verlangt. Auch die französischen Ölkonzerne Elf und Total hatten Interesse bekundet. (APA)