Mailand - Die Anwälte des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi sind am Samstag mit dem Versuch gescheitert, ein Gerichtsverfahren gegen den Medienmogul aufzuschieben. Der Prozess wird trotz der Überlegungen des Verfassungsgerichtshofes über einen Wechsel des Gerichtsstandes unbehelligt fortgesetzt, wie die italienischen Nachrichtenagenturen ANSA und AGI berichteten. Ein Verfahrensstopp hätte ein Neuaufrollen des Prozesses zur Folge gehabt. Berlusconi wollte angeblich bei einer Entscheidung über den stückweisen Verkauf der staatlichen Lebensmittelgruppe SME in den 80er Jahren mit Schmiergeldzahlungen Einfluss auf die Richter gewinnen. Der konservative Politiker bestreitet das jedoch und spricht von einer Racheaktion linkslastiger Staatsanwälte in Mailand. (APA/AP)