Der Unternehmensberater Roland Berger wird in Kürze seinen Sanierungsplan für die insolvente KirchMedia präsentieren. Die Arbeiten für den Restrukturierungsvorschlag an die Geschäftsführung stünden kurz vor dem Abschluss, sagte ein Kirch- Sprecher am Montag in München. Laut einem Bericht des "Focus" haben bisher mehr als 60 Medienunternehmen und private Finanzgesellschaften aus aller Welt Interesse an Teilen von KirchMedia bekundet. Der Kirch-Sprecher wollte den Bericht nicht näher kommentieren. Entscheidungen stehen erst an, wenn das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet wird. Beobachter rechnen damit Anfang nächster Woche. Neuordnung der Beteiligungen Nach Informationen des "Handelsblatt" (Montagausgabe) ordnet Firmengründer Leo Kirch unterdessen sein Beteiligungsgeflecht neu. So habe er den Firmensitz der KirchBeteiligungen, die bisher keinen Insolvenzantrag gestellt hat, von Unterföhring in sein Stadtbüro nach München verlagert. Als neuer persönlich haftender Gesellschafter sei die Blitz 01 - 930 GmbH in die KirchBeteiligungen eingestiegen. Diese Gesellschaft sei eines von zahlreichen Unternehmen, die Leo Kirch in den vergangenen Monaten ins Handelsregister habe eintragen lassen. Die KirchBeteiligungen hält unter anderem den 40-Prozent-Anteil am Springer-Verlag sowie die Formel 1-Mehrheit. Beide Pakete sind allerdings an Banken verpfändet. (APA/dpa)