Klagenfurt - Nach dem Kauf des US-Armbandherstellers Speidel wird der Hirsch-Konzern mit Hauptsitz in Klagenfurt neu strukturiert. Nach 28 Jahren an der Spitze des Kärntner Uhrenarmbandherstellers wechselt Hermann Hirsch (62) als Vorsitzender in den Aufsichtsrat. Die Geschäftsführung des Gesamtkonzerns übernimmt der Schweizer Walter Lehmann (56). Er gilt als erfolgreicher Industriemanager mit Erfahrung in der europäischen und amerikanischen Uhrenindustrie. Robert Hirsch (37), als Direktor von Hirsch Hongkong für den asiatischen Raum verantwortlich, übernimmt die Führung von Hirsch-Speidel USA. Die US-Tochter soll zu einer schlagkräftigen Vertriebs- und Marketingorganisation ausgebaut werden. Für 2000 wird mit einem Absatz von rund 10 Mill. Uhrbändern in den USA gerechnet. In Klagenfurt entsteht die zentrale Forschungs- und Entwicklungsabteilung für Armbänder aus Leder, Kunststoff und Metall. Auch die weltweite Vertriebslogistik, das Controlling und das Marketing werden auf die Zentrale konzentriert. Die Produktion beschränkt sich im wesentlichen auf die handgefertigte Exklusiv-Kollektion "Artisanal". Der Hirsch-Speidel-Konzern erwartet für heuer einen Umsatz von rund 100 Mill. Dollar (92,8 Mill. Euro/1,3 Mrd. S).