Detail aus dem Dresdner Sachsenspiegel

Foto: screenshot tu-dresden.de
Wien - Nach dem restlos vergriffenen "Oldenburger Sachsenspiegel" ist mit dem "Dresdner Sachsenspiegel" nun bei der Grazer Akademischen Druck- u. Verlagsanstalt ADEVA eine weitere Abschrift des wichtigsten deutschen Rechtsbuchs des Mittelalters in einer detailgetreuen Faksimile-Ausgabe erhältlich. Nur 580 Exemplare Die in insgesamt rund vierjähriger Planungs- und Produktionszeit erstellte, auf 580 nummerierte Exemplare beschränkte Edition des Dresdner Codex enthält unter Echtleder-bezogenem Holzdeckeln alle 92 Blätter mit 924 Bilderstreifen, im Originalformat (33 mal 26 Zentimeter) und originalgetreu randbeschnitten. Künstlerisch wertvollste Abschrift Der zwischen 1295 und 1363 (vermutlich nach 1347) entstandene "Dresdner Sachsenspiegel" gilt als die künstlerisch wertvollste der weit über 400 Abschriften des "Sachsenspiegels", der zwischen 1220 und 1235 vom Gerichtszeugen und Fürstenberater Eike von Repgow aufgezeichnet wurde. Quelle für Historiker Über den Gehalt als Rechtsbuch hinaus bietet der "Dresdner Sachsenspiegel" ein Spiegelbild der Kultur des deutschen Mittelalters: Neben rund 4.000 abgebildeten Personen machen ihn Bilder von Haushaltsgegenständen, Werkzeugen, Kleidung und verschiedensten Dinge des täglichen Gebrauchs zu einer unersetzlichen Quelle für Historiker. (APA)