Wien - Von der auf Initiative der Erste Bank durchgeführten Änderung des Bankwesengesetzes, die im Juli im Nationalrat beschlossen werden und der Erste Bank ab September eine "Sektorkonsolidierung" mit den Haftungsverbundsparkassen bringen soll, will die Raiffeisen-Geldgruppe keinen Gebrauch machen. "Raiffeisen wird keine Initiative ergreifen", sagte Peter Püspök, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, am Freitag am Rande der "Sicherheitspreis"-Verleihung. Püspök erkennt zwar den Vorteil an, den die Konsolidierung für die Erste Bank auf Kapitalebene bringen wir. Wenn dies ein Sektor wünsche, werde man ihm das nicht vermasseln. "Wenn sie glauben, das ist ihr Weg, sollen sie es tun." Unterschiedliche Meinungen Bei Raiffeisen gebe es "sehr unterschiedliche Meinungen", sagte Püspök. In Niederösterreich jedenfalls laute die Position, dass die Autonomie ein wesentliches Element des Erfolgs sei, und damit werde man "sorgsam umgehen." Zwischen Erste Bank und Sparkassen seien mit dem Konsolidierungsmodell "nämlich schon weitgehende Einschau- und Eingriffsrechte", zum Beispiel über die Revision, verbunden, betonte Püspök. Es werde darauf ankommen, wie man dies "lebt". (APA)