Wien - Manchmal ist es nicht die Schuld der Wissenschafter, wenn die breite Öffentlichkeit den Eindruck bekommt, sie säßen in einem Elfenbeinturm. Oft mangelt es einfach nur an professioneller Vermittlung zwischen Forschern einerseits und der Bevölkerung andererseits.Hier sind Experten gefragt, die wissen, wie man Wissen transportiert. In Österreich gab es bisher keine entsprechende Ausbildung. Das soll sich nun mit dem postgradualen Lehrgang für Wissenschaftskommunikation am Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung ändern. An der Schnittstelle "Die Ausbildung ist für jene gedacht, die an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit tätig werden wollen", erklärt Initiator Klaus Taschwer. "Das kann in Zeitungen und Magazinen sein, aber auch in der universitären Öffentlichkeitsarbeit oder in PR-Agenturen." Der einjährige Lehrgang kann berufsbegleitend absolviert werden, Inhalte sind neben Wissenschaftsjournalismus auch Fundraising, Public Relations und Museums- sowie Ausstellungsgestaltung. "Wichtig ist uns vor allem, dass die Teilnehmer die richtigen Leute seitens der Wissenschaft und seitens der Medien kennen lernen und durch dieses Netzwerk den Berufseinstieg schaffen", sagt Taschwer, der selbst Mitherausgeber des Wissenschaftsmagazins Heureka ist. Der erste Lehrgang startet im Oktober, Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium. Bewerben kann man sich noch bis 10. Juli. (DER STANDARD, Printausgabe, cok)