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Eugen Freund, langjähriger ORF-Journalist und heutiger EU-Spitzenkandidat der SPÖ.

Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Wien – Wenn der ORF Korrespondenten in Länder schickt, wo sie nicht sozialversichert sind, kommt er für Leistungen auf, die in Österreich von Krankenkassen gedeckt würden. Welche Dienstleistungen von Zahnärzten die Kasse übernimmt, stritten Eugen Freund, US-Korrespondent bis 2001, und ORF einst vor Gericht.

Freunds Zahnarzt in Washington arbeitete ausführlich an Ober- und Unterkiefer, erzählen damals mit der Materie vertraute Menschen aus dem ORF, dessen US-Bürobudget die Kosten zunächst finanzierte. Sie komplett zu tragen, weigerte sich der ORF aber Anfang der 2000-er Jahre – und klagte Freund schließlich. Ein Sachverständiger befand, nur ein Teil der Zahnarztkosten würden die hiesigen Kassen decken – und Freund musste dem ORF einen kolportiert fünfstelligen Schillingbetrag überweisen. Freunds Sprecher dazu: "In der Causa gab es einen Vergleich mit dem ORF."

Der Sprecher bestätigte zudem STANDARD-Infos, warum Eugen Freund keine nennenswerte ORF-Pension erhält: Er ließ sich seine Ansprüche 1999 auszahlen, als der ORF für den Umstieg  von der Betriebspension in eine ausgelagerte  Pensionskasse warb. Kolportierte, aber unbestätigte Größenordnung: rund 80.000 Euro. "Heute" titelte vorige Woche nach einem Gespräch mit Freund: "Kriege keine ORF-Pension".

TV-Media taxiert Freunds ORF-Vertrag als ZiB-Anchor mit "knapp unter" 120.000 Euro im Jahr, seine Abfertigung mit Ende 2013 mit rund 250.000 (25 Monatsgehälter) plus nicht konsumierter Urlaub. Ein Sprecher bestätigte "gesetzlich zustehende" Abfertigung, nannte aber keine Beträge. (fid, DER STANDARD, 22.1.2014)