Die schwächste Kaufkraft im Österreich-Vergleich weisen die Kärntner auf.

Foto: Ruurd Dankloff/iStock

Wien – Die Pro-Kopf-Kaufkraft der Österreicher hat erneut zugenommen. 2015 verfügte jeder Österreicher im Schnitt über eine Kaufkraft von 20.646 Euro, um 277 Euro mehr als ein Jahr davor. Unter Berücksichtigung der Inflation waren es – pro Monat – allerdings nur mehr neun Euro mehr. Auch für heuer zeichnet sich ein leichtes Plus ab, geht aus der neuen Regiodata-Kaufkraftstudie hervor.

Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern fiel Österreich vom sechsten auf den achten Platz zurück – es wurde von Dänemark und Island überholt. Neuer Spitzenreiter sind die Schweizer, die durch die kräftige Aufwertung des Franken im Vorjahr die Luxemburger klar überholen konnten. Die Schweizer verfügen nunmehr über durchschnittlich 39.000 Euro, die Luxemburger über rund 33.000 Euro. Danach folgen Norwegen und Großbritannien.

Salzburg überholt Niederösterreich

Im Bundesländervergleich hat Salzburg die Niederösterreicher überholt und führt mit 21.378 Euro das Ranking an. Niederösterreich folgt mit 21.371 Euro vor Wien mit 20.908. Wien hatte im Vorjahr praktisch keinen Kaufkraftzuwachs. Das liege teilweise daran, dass Wien auch Personen mit niedrigeren Einkommensaussichten anziehe, heißt es. Schlusslicht blieb Kärnten mit 19.302 Euro, etwas besser die Steiermark mit 19.675.

Kaufkräftigster Bezirk blieb die Wiener Innere Stadt mit quasi Schweizer Verhältnissen von 38.229 Euro pro Kopf. In den letzten fünf Jahren haben die Randbezirke um die großen Städte und Wien-nahe Gemeinden den größten Kaufkraftzuwachs erfahren. Schlusslicht ist der 15. Wiener Gemeindebezirk mit 16.306 Euro. Knapp davor liegt Lienz (Osttirol) mit 16.948 Euro. (APA, 23.8.2016)