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Die Bank Austria und ihr italienischer Mutterkonzern Unicredit verzichten künftig auf die Social-Media-Kanäle des größten soziales Netzwerks. Ab dem 1. Juni wird die Mailänder Großbank nicht mehr auf Facebook, Instagram und Messenger präsent sein, teilte Unicredit auf ihrer italienischen Facebook-Seite mit.

"Unicredit investiert konsequent in die Weiterentwicklung ihrer eigenen digitalen Kanäle, um einen exklusiven und hochqualitativen Dialog zu gewährleisten. Deshalb wird sich Unicredit zum 1. Juni 2019 vollständig von Facebook und den zu Facebook gehörenden Social-Media-Kanälen (Messenger und Instagram) zurückziehen. Das gilt auch für die Hypovereinsbank", hieß es am Freitag in einem weiteren Posting der deutschen Unicredit-Tochter.

Unethisches Verhalten

Die Bank Austria teilte ein ähnliches Statement, ließ darin aber offen, ob die Entscheidung auch für sie gilt. Ein Pressesprecher bestätigte am Sonntag auf APA-Anfrage, dass auch die Bank Austria den Rückzug von Facebook antreten wird.

Im vergangenen August hatte Unicredits CEO, Jean-Pierre Mustier, Facebook unethisches Verhalten im Umgang mit Kundendaten vorgeworfen. Facebook will eigenen Angaben zufolge seine Dienste ausweiten und ist deshalb mit Banken in Kontakt. (APA, 5.5. 2019)