Die Handelspolitik des Präsidenten kommt nicht bei allen gut an.

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Washington – Die USA wollen in der kommenden Woche mit der Anhörung von US-Unternehmen zu den angedrohten neuen Sonderzöllen gegen China beginnen. Ab Montag könnten sich US-Firmen dazu äußern, teilte das Büro des Handelsbeauftragten am Freitag mit. Die Anhörungen würden am 25. Juni enden.

Da danach eine siebentägige Stillhalte-Periode beginnt, dürfte US-Präsident Donald Trump frühestens am 2. Juli die von ihm angedrohten zusätzlichen Sonderzölle auf chinesische Waren im Volumen von 300 Milliarden Dollar in Kraft setzen.

Mehr als 600 US-Unternehmen forderten US-Präsident Donald Trump schon zur Lösung des Handelsstreits mit China auf. Firmen wie der weltgrößte Einzelhändler Walmart und Target schrieben in einem Brief an Trump, zusätzliche Zölle würden amerikanischen Firmen und Verbrauchern schaden.

So würden die Preise für die Verbraucher in den USA steigen, für eine vierköpfige Familie etwa um rund 2000 Dollar pro Jahr. Zusätzliche Zölle im Volumen von 25 Prozent auf Importe im Volumen von 300 Milliarden Dollar würden bis zu zwei Millionen US-Arbeitsplätze ausradieren, hieß es in dem Brief unter Berufung auf eine Studie der Beraterfirma Trade Partnership. "Ein eskalierender Handelskrieg ist nicht im besten Interesse des Landes, beide Seiten würden verlieren." (APA, 15.6.2019)