In den Produkten von Huawei stecken viele Komponenten von US-Firmen – und beide Seiten haben kein Interesse daran, dass dies Kooperation endet.

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Chiphersteller aus den USA verkaufen immer noch ihre Hardware an Huawei, obwohl die Trump-Regierung einen Bann gegen das chinesische Unternehmen ausgesprochen hat. Auf diese Weise verdienen sie weiterhin Millionen US-Dollar, berichtet die New York Times.

Trickreich

Sowohl Prozessorhersteller Intel als auch die auf Speicherchips spezialisierte Firma Micron hätten Wege gefunden, die Kennzeichnung als in den USA produzierte Produkte zu vermeiden. Die Rechtsabteilungen der beiden US-Firmen gehen laut dem Bericht davon aus, dass dies ausreicht, um den Handelsbann zu erfüllen. Angeblich soll diese Vorgehensweise sogar mit dem US-Handelsministerium abgesprochen sein. Dieses wollte den Bericht allerdings nicht bestätigen.

Spurensuche

Die Motivation hinter diesem ungewöhnlichen Schritt ist dabei relativ einfach erklärt: Sowohl Intel als auch Micron befürchten, sonst einen ihrer wichtigsten Hardwarepartner an nicht aus den USA stammende Konkurrenten zu verlieren – etwa die südkoreanische Firma Samsung. (red)