Zuletzt kamen in kanadischen Gewässern fünf Atlantische Nordkaper ums Leben. Wissenschafter vermuten Unfälle mit Schiffen, weshalb die Regierung nun im Sankt-Lorenz-Strom ein teilweises Tempolimit verfügt hat.

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Ottawa – Nachdem innerhalb kürzerer Zeit mehrere Wale möglicherweise durch Unfälle ums Leben gekommen sind, hat das kanadische Verkehrsministerium nun zum Schutz der Meeressäuger ein neues vorübergehendes Tempolimit für Schiffe im Sankt-Lorenz-Strom eingeführt. Mehr als 20 Meter lange Schiffe dürften demnach in bestimmten Gegenden des Flusses im Osten Kanadas ab sofort nicht mehr als zehn Knoten schnell fahren, teilte das Verkehrsministerium in der Nacht auf Donnerstag mit.

Diese neuen Limits kämen zu bereits bestehenden Vorschriften für andere Teile des Flusses, der teils die Grenze zum US-Bundesstaat New York bildet, hinzu. "Unsere vom Aussterben bedrohten Wale zu beschützen ist eine wichtige Aufgabe, die unsere Regierung ernst nimmt", sagte Verkehrsminister Marc Garneau.

Atlantische Nordkaper ums Leben gekommen

Zuvor waren in den vergangenen Wochen fünf Atlantische Nordkaper tot aufgefunden worden. Woran die Vertreter der vom Aussterben bedrohten Spezies genau starben, wird derzeit noch untersucht. Experten fanden aber Spuren an einigen der Tiere, die Zusammenstöße mit Schiffen vermuten lassen. (APA, red, 27.6.2019)