Dem Android-Miterfinder Andy Rubin werden sexueller Missbrauch und Zuhälterei vorgeworfen. Seine mittlerweile Exfrau soll er zudem zu einem Ehevertrag gedrängt haben.

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Neu aufgetauchte Dokumente belasten Andy Rubin erneut schwer. Dem Android-Mitgründer wird unter anderem vorgeworfen, einen Prostitutionsring betrieben zu haben. Schon im vergangenen Herbst war bekannt geworden, dass er eine ehemalige Google-Mitarbeiterin sexuell missbraucht haben soll.

Exfrau klagt Rubin

Die neuen Dokumente stammen von einer Klage von Rubins Exfrau Rie Hirabaru Rubin, wie "Buzzfeed" berichtet. Sie soll kurz vor der Hochzeit und vor Geburt des gemeinsamen Kindes von Rubin zu einem Ehevertrag gedrängt worden sein. Ihrem Exmann und dessen Anwalt wirft sie vor, sie unter falschen Angaben zur Unterzeichnung des Vertrags gebracht zu haben. Rubin soll sich damit die Zahlung von Millionen Dollar an seine Exfrau erspart haben. Rie Hirabaru Rubin verlangt daher die Annullierung des Vertrags.

Neben dem Vorwurf des Ehevertrags ist in den Dokumenten auch von Rubins mutmaßlichem Zuhälterring erneut die Rede. Der ehemalige Google-Manager soll über mindestens fünf Frauen als Prostituierte "verfügt" haben. So soll er Gelder, die er nach seinem Abgang von Google weiterhin erhalten hat, dazu genutzt haben, um mehrere Frauen zu bezahlen. Seiner Frau soll er diese Zahlungen verheimlicht haben.

Google-Mitarbeiter verließen am 1. November 2018 zu Tausenden die Büros als Protestaktion gegen die hohe Abfertigung für Andy Rubin.
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Abfertigung

Rubin hatte Google im Jahr 2014 mit einer Abfertigung in Höhe von 90 Millionen US-Dollar verlassen. Dass ihm sexueller Missbrauch vorgeworfen wurde, war jedoch erst Ende 2018 bekannt geworden. Das sorgte im November für heftigen Unmut unter Google-Mitarbeitern, die zu Tausenden die Büros als Protestaktion verlassen hatten. Rubin dementierte die Vorwürfe. Zur Klage seiner Exfrau heißt es seitens von Rubins Anwalt, dass es sich dabei um übliche Scheidungsstreitereien handle. (red, 3.7.2019)