Die Gruppe war auf Facebook unterwegs.

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Der kommissarische US-Heimatschutzminister Kevin McAleenan hat hasserfüllte und sexistische Kommentare mutmaßlicher Grenzschützer in einer Facebook-Gruppe verurteilt und eine Ermittlung angekündigt. Die Kommentare seien verstörend und unverzeihlich, schrieb McAleenan am Mittwoch auf Twitter.

Das investigative Nachrichtenportal ProPublica hatte die Facebook-Gruppe Anfang dieser Woche aufgedeckt und mutmaßliche Beiträge daraus veröffentlicht. Bei den Mitgliedern soll es sich um aktive und ehemalige Grenzschützer handeln.

"Saubere" Leichen

Ein Screenshot, den das Portal veröffentlichte, zeigt etwa einen Beitrag, in dem der Autor die Echtheit eines Fotos eines ertrunkenen Migranten und seiner kleinen Tochter anzweifelt, weil die Leichen so "sauber" seien. In einem anderen Post wird der Besuch mehrerer Politikerinnen in einem Lager an der Grenze mit den Worten kommentiert, dass man einen Grenzschützer finden müsse, der mutig genug sei, "einen Burrito auf eine dieser Schlampen zu werfen".

ProPublica berichtete, die Gruppe sei im August 2016 gegründet worden und habe rund 9.500 Mitglieder aus dem ganzen Land.

McAleenan erklärte, die Kommentare seien "völlig inakzeptabel". Er habe eine sofortige Untersuchung veranlasst. Jeder Mitarbeiter, der das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Aufgaben der Behörde gefährdet habe, werde zur Rechenschaft gezogen, kündigte der kommissarische Minister an. (APA/dpa, 3.7.2019)