Hermine: "Ich muss hier auf nichts verzichten – bis auf meine Katzen, die bleiben zu Hause."
DER STANDARD

Besonders bei Temperaturen um die 30 Grad ist es eine verlockende Vorstellung, Tag und Nacht im Freibad zu verbringen. Für die Pensionistin Hermine und ihren Mann Fritz ist das ganz normal. Das Ehepaar hat eine Kabane im Wiener Stadionbad gemietet, in der neben Kühlschrank, Herd und Fernseher auch zwei Betten stehen. Denn im Gegensatz zum Strandbad Gänsehäufel ist es den Kabanenbesitzern hier erlaubt, in ihren Sommerresidenzen zu übernachten. So verlegen Hermine und Fritz ihren Wohnsitz von Anfang Mai bis Mitte September in ihre Kabane im Stadionbad. Dafür zahlen sie 1.734 Euro pro Saison.

Als Alternative zu einer Kabane stehen im Stadionbad auch Kabinen in unterschiedlichsten Preisklassen und Größen zur Verfügung. Der Pensionist Oswald hat gemeinsam mit zwei langjährigen Freundinnen eine Familienkabine gemietet, für die das Trio 427 Euro pro Saison bezahlt. Oswald übernachtet zwar nicht im Stadionbad, verbringt aber jede freie Minute hier.

Oswald: "In der Früh gehen wir ins Wasser, und dann spielen wir den ganzen Tag."
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(Isabella Scholda, Maria von Usslar, 11.7.2019)