Um 14.43 Uhr Ortszeit hob die Trägerrakete mit der Mondmission an Bord ab.

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Der erstes Startversuch wurde abgebrochen.

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Sriharikota – Eine Woche nach der kurzfristigen Absage des Starts der indischen Mondlandemission Chandrayaan-2 hat auf dem Weltraumbahnhof in Satish Dhawan im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh ein neuer Anlauf begonnen. Nach Angaben der indischen Weltraumbehörde (Isro) verlief der Start der Trägerrakete GSLV-MkIII um 14.43 Uhr Ortszeit (11.13 Uhr MESZ) nach Plan.

Eine Woche zuvor war die Mission wegen eines technischen Problems knapp eine Stunde vor dem geplanten Start abgebrochen worden. Bei einem Erfolg der Mission wäre Indien das vierte Land nach den USA, Russland und China, dem eine Mondlandung gelingt. Die erste israelische Landemission war im April mit einem Crash gescheitert.

Landung im September

Chandrayaan-2 hat unter anderem ein Landemodul an Bord. Es soll im September auf dem kaum erforschten Südpol des Mondes auftreffen. Ziel der 142 Millionen Dollar (rund 126 Millionen Euro) teuren Mission ist die kartografische Erfassung der Mondoberfläche und die Erforschung ihrer Zusammensetzung sowie die Suche nach Wasser.

Indische Rakete zum Mond gestartet.
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Die Mission, deren Name auf Sanskrit "Mondfahrzeug" bedeutet, ist bereits die zweite von Indien in Richtung Erdtrabant. Die erste Mondsonde des südasiatischen Landes, Chandrayaan-1, startete 2008 und umkreiste den Mond, ohne aber auf ihm zu landen. (APA, AFP, 22.7.2019)