Immer öfter werden öffentliche Einrichtungen zum Ziel von Cyberkriminellen.

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Der US-Bundesstaat Louisiana hat den Notstand erklärt, da mehrere Schulbezirke Opfer von Ransomware geworden sind. Das berichtet "Heise". Dieser soll vorerst bis 21. August gehen, dann wird eruiert, ob er verlängert werden muss. Das ist das zweite Mal, dass ein US-Bundesstaat das tut – zuletzt tat es Colorado im Jahr 2018 aufgrund eines Cyberangriffs, bei der das Verkehrsministerium lahmgelegt wurde.

Keine Gehälter ausbezahlt

Zu Hilfe kommen nun Landespolizei, Homeland-Security und Nationalgarde. Das soll auch sicherstellen, dass die betroffenen Schulen ohne weitere Komplikationen das neue Schuljahr bestreiten können. Sowohl in der Verwaltung der Schule wie auch die Geräte, die von Besuchern genutzt werden, seien die Computer ausgefallen. In einer Stadt seien zudem die PCs ausgefallen, mit denen Gehaltsabrechnungen gemacht werden – daher bekamen einige Lehrer kein Geld.

Lösegeld bezahlen?

Ob geplant ist, das verlangte Lösegeld der Hacker zu bezahlen, ist aktuell unklar. Immer öfter werden öffentliche Einrichtungen zum Ziel von Cyberkriminellen. Im US-Bundesstaat Florida zahlten im Juni gleich zwei Städte Hackern Lösegelder – Lake City 500.000 US-Dollar, Riviera Beach hingegen 600.000. US-Bürgermeister riefen diesen Monat dazu auf, damit aufzuhören, da die Zahlungsverweigerung den Hackern den Anreiz nehme.