Laut der aktuellen Umfrage der ING wissen Österreicher überdurchschnittlich viel über digitale Währungen.

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Wien – Es wirkt ein bisschen wie in einer Endlosschleife. Seit Monaten wiederholen sich die Meldungen, dass der Bitcoin-Kurs die 12.000-Dollar-Marke übersteigt, um kurz darauf wieder zu fallen. Das ständige Auf und Ab dürfte sich auf die Einstellung der Österreicher gegenüber Digitalwährungen auswirken.

Österreicher wollen ihr Geld in Sicherheit wissen und bevorzugen einen konservativen Anlagestil und Zahlungsverkehr, wie eine aktuelle Umfrage der Bank ING zeigt. Großes Risiko und Kursschwankungen wolle man möglichst vermeiden. Ein Zahlenbeispiel: Nur fünf Prozent der Befragten würden ihr Gehalt in Bitcoins ausgezahlt haben wollen. Damit reiht sich Österreich am Ende der Liste ein. In Front liegt die Türkei, rund 36 Prozent der Türken könnten sich eine derartige Entlohnung vorstellen.

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Genereller Abwärtstrend

Die Umfrage verdeutlicht einen generellen Abwärtstrend. Ein Vergleich unter 15 Ländern zeigt, dass hierzulande nur 13 Prozent digitale Währungen positiv sehen. Nur mehr 17 Prozent der Befragten attestieren Kryptowährungen eine große Zukunft im digitalen Zahlungsverkehr. Im Vorjahr waren es noch 20 Prozent. An die Bedeutung als Anlageform glaubten im vergangenen Jahr 17 Prozent der Österreicher, nun sind es 14 Prozent. Ausgenommen von der Türkei, Polen und Rumänien spiegelt sich dieser Trend auch in anderen europäischen Ländern wider.

Verglichen mit anderen untersuchten Ländern wissen Österreicher überdurchschnittlich viel über digitale Währungen. Eine mögliche Schlussfolgerung ist daher, dass die Ablehnung dort höher ist, wo man mehr über das Thema weiß. Das Wissen beziehen die Österreicher hauptsächlich aus den klassischen Medien, gefolgt von auf Kryptowährungen spezialisierten Websites. (red, 14.8.2019)