Mariusz Kamiński im PiS-Hauptquartier, November 2015.

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Warschau – Der polnische Präsident Andrzej Duda hat den Nationalkonservativen Mariusz Kamiński trotz Bedenken der oppositionellen Bürgerplattform PO zum Innenminister ernannt. Kamiński sei "der richtige Mann am richtigen Platz", sagte Duda bei der Zeremonie im Warschauer Präsidentenpalast am Mittwoch.

Der frühere Chef der Antikorruptionsbehörde CBA war 2015 in erster Instanz wegen Amtsmissbrauchs zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Zudem durfte er nach dem Urteil zehn Jahre kein öffentliches Amt übernehmen. Gleich nach der Regierungsübernahme durch die nationalkonservative PiS im November desselben Jahres hatte Duda den Politiker aber begnadigt.

Kamiński folgt auf Elżbieta Witek, die am Freitag zur neuen Vorsitzenden des Unterhauses gewählt worden war. Seinen Posten als Geheimdienstkoordinator behält Kamiński. (APA, dpa, 14.8.2019)