Trümmer in einem Zaun nahe der Stadt Inca.

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Ein Mann auf Mallorca löscht die letzten Flammen des Wracks.

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Palma de Mallorca – Beim Zusammenstoß eines Hubschraubers und eines Ultraleichtflugzeugs über Mallorca sind am Sonntag sieben Menschen getötet worden: Eine vierköpfige Familie aus Deutschland, zwei Spanier und ein Italiener. Bei den deutschen Staatsbürgern handelt es sich um den Münchner Unternehmerfamilie Inselkammer.

Das Unglück ereignete sich nach Angaben der spanischen Behörden zwischen den Gemeinden Inca und Costitx im Zentrum der Urlauberinsel, beide Maschinen stürzten auf unbewohntes Gebiet. Die Fluggeräte gingen in Flammen auf, keiner der Insassen überlebte.

Laut Augenzeugen habe der Hubschrauber mit seinem Rotor einen Flügel des Kleinzeugs berührt. Dieser sei zerbrochen, der Flieger zu Boden getrudelt. Der Hubschrauber verlor laut dem Augenzeugen seinen Rotor und stürzte ab, wobei er sich um die eigene Achse drehte.

Ursache weiterhin unklar

An Bord des motorisierten Ultraleichtflugzeugs befanden sich ein Mann aus Valencia und ein spanischer Freund, so der Sender RTVE. In dem Hubschrauber saßen der italienische Pilot sowie ein deutsches Paar mit seinen beiden Söhnen, wie eine Sprecherin der Guardia Civil der Nachrichtenagentur AFP sagte. Laut Zeitungsberichten wollte die Familie einen Hubschrauber-Ausflug über Mallorca machen.

Die deutsche Firma Rotorflug Helicopters bestätigte den tödlichen Absturz eines ihrer Hubschrauber. "Die Unfallursache ist noch völlig unklar", erklärte das Unternehmen mit Hauptsitz in Friedrichsdorf bei Frankfurt/Main in einer Pressemitteilung. "Die Behörden nehmen die Ermittlungen auf." Rotorflug bietet laut Webseite Rundflüge über Mallorca an – auf drei Routen von 15 bis 30 Minuten für 87 bis 167 Euro.

Bei der

Dreitägige Trauer

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf Twitter: "Meine Solidarität und mein Beileid für die Familien der Opfer dieses tragischen Unfalls." Balearen-Präsidentin Francina Armengol erklärte: "Wir sind besorgt und entsetzt über den Unfall. Unsere Gedanken sind bei den Opfern." Es habe oberste Priorität, zunächst die Toten zu identifizieren und ihren Angehörigen beizustehen. Sie rief in der Region eine dreitägige Trauer aus.

Augenzeugen versuchten zu löschen

Wrackteile des Helikopters lagen in der Nähe einer alten Landstraße. Das Kleinflugzeug stürzte auf das Gelände einer Finca, wie Sebastià Oriol, Dezernent für Sicherheit der Gemeinde Inca, dem Lokalsender IB3 sagte. Nahe liegende Häuser seien nicht getroffen worden, schrieb die Zeitung "Ultima Hora".

Unter den Bewohnern der Region herrsche Bestürzung, berichtete das "Diario de Mallorca". Ein Mann berichtete von einem "schrecklichen Knall". Augenzeugen seien mit eigenem Gerät zur Unglücksstelle gelaufen und hätten begonnen, die Flammen zu löschen, bevor die Rettungsdienste eintrafen. Zur Unfallstelle geeilte Ärzteteams hätten aber nichts mehr für die Verunglückten tun können. (red, APA/dpa, 25.8.2019)