Inzwischen sind 530 Menschen in den USA an den Folgen des Dampfens erkrankt.

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New York – Der US-Supermarktriese Waltmart wird den Verkauf von E-Zigaretten und ähnlichen Nikotinkosumgeräten in den Vereinigten Staaten bald einstellen, kündigte das Unternehmen in einer internen Nachricht an. Die gesetzgeberischen Maßnahmen auf Bundes-, Staats- und Gemeindeebene würden immer komplexer werden, wird als Begründung angeführt. Man wolle lediglich den vorhandenen Lagerbestand noch abverkaufen.

Bisher acht Todesfälle gemeldet

Die Zahl der Erkrankungen nach dem Gebrauch von E-Zigaretten steigt in den USA weiter an. Bei 530 Menschen seien Verletzungen an der Lunge aufgetreten, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Donnerstag (Ortszeit) mit. Zuvor war von rund 450 möglichen Erkrankungen in 33 US-Staaten die Rede gewesen. Acht auf den Gebrauch von E-Zigaretten zurückgehende Todesfälle wurden bisher gemeldet.

Über 373 der Verletzten lägen genauere Daten vor, sagte CDC-Chef Robert Redfield. Rund 67 Prozent von ihnen seien zwischen 18 und 34 Jahre alt, 16 Prozent seien jünger als 18. Etwa drei von vier seien männlich. Die US-Behörden warnten erneut alle Nutzer von E-Zigaretten vor dem Gebrauch wegen möglicher Lungenschäden.

Keine Fälle in Europa bekannt

In Europa ist bisher kein ähnlicher Anstieg der mysteriösen Fälle bekannt, das Sozialministerium in Österreich gab kürzlich Entwarnung. Die Beschwerden scheinen sich auf Benutzer von E-Zigaretten in den Vereinigten Staaten zu beschränken. Trotzdem hat Indien ein Komplettverbot von E-Zigaretten bekanntgegeben. (APA, dpa, red, 20.9.2019)