In Madrid versammelten sich zahlreiche Menschen um gegen die grassierende Gewalt gegen Frauen zu protestieren.

Foto: REUTERS/Juan Medina

Die Frauen skandierten "Sie töten uns". Bereits 42 Frauen wurden 2019 von ihren Männern ermordet.

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Madrid – In Spanien haben landesweit tausende DemonstrantInnen die grassierende Gewalt gegen Frauen angeprangert. In der Hauptstadt Madrid sowie zahlreichen weiteren Städten des Landes fanden am Freitag Kundgebungen mit tausenden Teilnehmern statt. Die Demonstranten, überwiegend Frauen, skandierten "Sie töten uns" und hielten Spruchbänder mit Aufschriften wie "Das Leben der Frauen zählt" in die Höhe.

Bei den Kundgebungen wurden vielerorts Kerzen, Laternen oder auch Handys hochgehalten, um mit dem Licht an die Opfer zu erinnern. Auch in Sevilla, San Sebastian oder auf den Kanaren gab es Demonstrationen. Mehrere Vergewaltigungsfälle und eine wachsende Zahl von Frauen, die in Spanien Opfer häuslicher Gewalt werden, haben die Öffentlichkeit alarmiert.

"Dieser Sommer war barbarisch", sagte die Sprecherin der Organisation Weibliche Not, Covadonga Peremarch, dem Radiosender Cadena Ser. Die Gewaltstatistiken seien erschreckend. Seit Jahresbeginn wurden in Spanien 42 Frauen von ihren Männern ermordet, allein 19 während des Sommers. (APA, 21.9.2019)