Wer Selfies öffentlich postet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass Unbekannte den Aufnahmestandort womöglich ausfindig machen könnten.

Foto: ap

In Japan wurde ein Mann festgenommen, weil er mutmaßlich einem Popstar auflauerte und sie sexuell belästigte, berichtet der öffentlich-rechtliche japanische Sender NHK. Er soll die Wohnung der 20-Jährigen gefunden haben, indem er Fotos auf ihrem Social-Media-Profil akribisch untersuchte. So fand der Stalker anhand der Selfies, die sie teilte, heraus, welche Bahnhofstation sie häufig besuchte. Dabei habe er Aufnahmen in Google Street View verwendet.

Pupillenreflektion

Anhand der Reflektion ihrer Pupillen soll er weiter herausgefunden haben, wo genau sich ihre Wohnung befindet, heißt es in einem Bericht der Nachrichtenagentur AP. Auch studierte er, wie das Licht ihre Wohnung beleuchtete und wie ihre Vorhänge konkret aussehen. Der Mann griff die Frau an und begrapschte sie.

Der Bericht zeigt die Gefahren auf, die mit dem öffentlichen Verbreiten von Smartphonebildern entstehen können – auch, wenn man nicht gerade ein Popstar ist, schreibt "The Verge". So empfiehlt es sich, Fotos in direkter Nähe zum eigenen Wohnsitz oder zu Strecken, die man oft nutzt, nicht zu teilen.

Metadaten entfernen

Auch ist nahezulegen, automatisiertes Geotagging zu deaktivieren. Standardmäßig werden Bilder mit verschiedensten Metadaten, darunter GPS-Koordinaten, beschreiben. Allerdings entfernen die meisten gängigen sozialen Medien, darunter Facebooks Apps Instagram und Whatsapp sowie Twitter diese automatisiert bei der Veröffentlichung. (red, 20.10.2019)