Außenminister Schallenberg sieht in der Verschiebung der Entscheidung "noch kein Scheitern".

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Luxemburg/Skopje/Tirana – Die EU-Minister haben eine Entscheidung zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien erneut verschoben. Eine Einigung unter den Mitgliedsstaaten konnte in dieser Frage laut Außenminister Alexander Schallenberg am Dienstag beim Allgemeinen Rat in Luxemburg nicht erzielt werden.

Der Grund dafür, dass es zu keiner Einigung kam, soll der Widerstand Frankreichs gewesen sein. Auch die Niederlande und Dänemark sollen sich gegen Gespräche mit Albanien ausgesprochen haben. Beschlüsse zu Erweiterungsgesprächen müssen einstimmig gefasst werden.

Schallenberg sieht "noch kein Scheitern"

Die Diskussion werde beim EU-Gipfel der Europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel diese Woche fortgesetzt, hieß es. Danach werde das Thema auf dieser Basis wieder auf Ratsebene behandelt werden. Schallenberg hofft, dass dann ein Deal festgemacht werden kann.

Er sieht darin "noch kein Scheitern", sondern es werde weiter diskutiert. "Eine ganz klare Mehrheit der Mitgliedsstaaten will grünes Licht für Albanien und Nordmazedonien", so der Minister. Die Diskussionen am Dienstag beschrieb er als "durchaus emotionell und schwierig". Sie würden fortgesetzt, da es um eine "ganz wesentliche Weichenstellung der Zukunft der europäischen Integration" ginge. (APA, 15.10.2019)