Rauchspuren von Raketen, die von Gaza nach Israel abgefeuert wurden.

Foto: REUTERS / Suhaib Salem

Jerusalem – Israelische Kampfflugzeuge haben nach Angaben des Militärs erneut Ziele der Extremistenorganisation Islamischer Jihad im Gazastreifen angegriffen. Das gab das israelische Armee in der Nacht auf Freitag via Twitter bekannt, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. "Dies geschieht, nachdem von Gaza aus heute willkürlich Raketen auf israelische Bürger gefeuert wurden", hieß es weiter.

Nach zwei Tagen heftiger Konfrontationen hatten sich Israel und der Islamische Jihad unter Vermittlung Ägyptens am Donnerstag auf eine Waffenruhe geeinigt. Trotzdem feuerten militante Palästinenser bis zum Abend nach Armeeangaben noch vereinzelt Raketen nach Israel ab.

Eskalationsspirale

Die Zahl der durch israelische Luftangriffe getöteten Palästinenser im Gazastreifen stieg am Donnerstag auf 34 an. Der Islamische Jihad wird von EU und USA als Terrororganisation eingestuft und hat in der Vergangenheit häufig Anschläge in Israel verübt. Die Organisation wird von Israels Erzfeind Iran finanziert und hat sich die Zerstörung des jüdischen Staates auf die Fahnen geschrieben.

Die militanten Palästinenser reagierten mit dem Beschuss auf Israel auf die gezielte Tötung ihres Militärchefs Baha Abu Al-Ata durch die israelische Luftwaffe. Auch seine Frau kam bei dem Angriff in der Nacht zum Dienstag ums Leben. Israel griff anschließend Dutzende Ziele des Islamischen Jihad im Gazastreifen an. (APA, 15.11.2019)