Black Friday, Cyber Monday, Cyber Week, Red Week, Black Week – die vorweihnachtlichen Schnäppchentage haben mittlerweile verschiedene Namen.

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Es hat einst eine Zeit gegeben, da war der Black Friday ein singulärer Einkaufstag nach dem US-amerikanischen Thanksgiving-Fest, mit dem der stationäre Handel das Weihnachtsgeschäft startete. Seit einigen Jahren macht auch der Online-Handel mit und der Event wurde auch nach Europa exportiert. Und weil eine Maxime des Kapitalismus Profitmaximierung ist, wurde aus einem Tag bei mehreren Händlern gleich eine ganze Woche.

Amazon treibt es an die Spitze

Online-Händler Amazon war einer der ersten, der den Black Friday verlängert hat und zur Cyber Monday-Woche ausbaute. Das Unternehmen bietet sowohl am Freitag bis Mitternacht Rabatte als auch in der darauffolgenden Wochen. Mitunter ist jedoch zweifelhaft, ob es sich dabei tatsächlich um Schnäppchen handelt. Wer sicher gehen will, dass ein Rabatt tatsächlich auch einer ist, kann das mit Browser-Tools wie Keepa überprüfen.

Mobilfunkangebote

Die heimischen Mobilfunker machen ebenfalls mit – nicht alle Angebote sind aber tatsächlich extra erst für den Black Friday bzw. die Cyberweek geschnürt. A1 bewirbt in seiner Cyberweek beispielsweise nochmals die bereits vorgestellten Weihnachtsaktionen, wie man im LTE-Forum bemerkt hat. Magenta bietet eine Reduktion der Grundgebühr, bei "3" und Bob gibt es Pakete mit verbilligten Smartphones, Telering bietet eine Gutschrift bei Neuanmeldung. Der Studierenden-Mobilfunker Educom hat ebenfalls eine Cyberweek.

Geschenkkarten bei Apple

Bei Apple dauert der Event nun vier Tage. Rabatte auf einzelne Produkte gibt es nicht mehr, beim Kauf eines iPads, iPhones, Macbooks und Co erhalten Nutzer Geschenkkarte. Der Wert richtet sich nach dem Wert der Produkte und liegt etwa zwischen 25 und 200 Euro. Schnäppchen sind die Apple-Produkte damit nicht, denn der Preis bleibt gleich. Nur wer tatsächlich noch weitere Anschaffungen bei dem Unternehmen vorhat, hat damit einen Vorteil.

Elektronik-Händler

Auch Technik-Märkte wie Saturn, Mediamarkt, Conrad oder McShark werben mit Preisreduktionen – auch meist über mehrere Tage hinweg. Wie bei allen anderen Angeboten gilt auch hier: wer wirklich auf ein Schnäppchen aus ist, sollte Preise online vergleichen. Konsumentenschützer raten immer wieder dazu, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und Preise online zu vergleichen – etwa auf Geizhals.

Vorsicht und Besonnenheit

Vorsicht geboten ist bei einigen Websites, die damit werben spezielle Black-Friday-Deals zu listen. Die meisten Anbieter verlinken hier einfach nur auf die Angebote externer Shops. Ob hier dann wirklich ein Preisnachlass geboten wird, müssen Kunden selbst prüfen. Konsumentenschützer warnen zudem immer wieder vor Fake-Shops, bei denen Waren per Vorauskasse bezahlt werden müssen, dann aber nicht geliefert werden.

Ganz allgemein sollte man sich durch Countdowns und Preiswarnungen nicht unter Druck setzen lassen. Sonst gibt man am Ende mehr aus als ohne Rabattaktion. (red, 29.11.2019)